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OnLive-Dienst vorgestellt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lotze   
Donnerstag, den 26. März 2009 um 11:24 Uhr

Auf der Game Developers Conference hat sich mit OnLive ein frisches Start-Up-Unternehmen und seine gleichnamige Spieleplattform vorgestellt. Die unterscheidet sich durchaus etwas von dem, was bis dato so im Büro oder unter dem Fernseher im Wohnzimmer stand.

Die Firma wurde vom einstigen WebTV-Gründer Steve Perlman und dem ehemaligen Eidos-Geschäftsführer Mike McGarvey aus dem Boden gestampft und hat eigenen Angaben zufolge knapp sieben Jahre an jenem Konzept gewerkelt, das man nun offiziell ankündigte. Anders als bei herkömmlichen Konsolen oder PCs wird die Software selbst nicht auf der Box bzw. dem Computer, die der Spieler sein Eigen nennt, abgespielt bzw. berechnet. Die Titel werden stattdessen auf den OnLive-Servern gespeichert und ausgeführt. Der Nutzer benötige nur ein knapp ein MB großes Plug-In, um die dann von jenen Servern gestreamten Daten zu empfangen bzw. seine Eingabesignale an den Dienst zu schicken.

 

Dank diverser - teils bereits patentierter, teils demnächst patentierter - Kompressionsverfahren soll OnLive ein nahezu lagfreies Spieleerlebnis bieten, so denn eine entsprechende Internetanbindung vorhanden ist. Für eine SD-Auflösung werde eine 1MBit/s-Leitung vorausgesetzt, das HD-Vergnügen stellt sich ab fünf Mbit/s ein. Wer die Voraussetzungen erfülle, bekomme ein entsprechendes Spielerlebnis serviert - und müsse seine Hardware auch nicht zukünftig aufrüsten, da schließlich OnLive dafür zuständig sei, so das Versprechen des Betreibers.

Wer den Dienst nicht über seinen PC nutzen will, soll außerdem eine Set-Top-Box erwerben können, die das Spielvergnügen direkt am Fernseher ermöglicht.

Die Plattform, die auf der GDC in Form einer Live-Demo gezeigt wurde, befindet sich derzeit in einem geschlossenen Betatest. Der Kreis der Teilnehmer soll nach und nach ausgebaut werden, der finale Launch soll im kommenden Winter stattfinden.

OnLive soll initial mit 16 Spielen an den Start gehen, Publisher wie Activision, Ubisoft, EA und Take-Two sollen bereits zugesagt haben, ihre Spielekataloge auch über OnLive anzubieten. Zu den Kosten und dem Geschäftsmodell äußerte man sich noch nicht, möglich wäre aber beispielsweise eine Abo-Lösung à la Gametap.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. März 2009 um 11:27 Uhr
 

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